Die robuste Rinderrasse

Die Galloways werden gerne als Robustrinder  bezeichnet. Ihre ursprüngliche Heimat liegt im Südwesten Schottlands, einer kargen, windigen und regnerischen Region. Das prägte die Galloways, die es absolut gewohnt sind bei übelstem Wind und Wetter unter freiem Himmel zu leben. Sie mögen keinen Stall und fühlen sich auch in einem offenen Unterstand nicht wohl.

Ein wesentliches Merkmal der Galloways ist ihr doppelschichtiges Fell mit langem, gewelltem Deckhaar und feinem, dichtem Unterhaar. Dies und ihre vergleichsweise dicke Haut sowie der angepasste sparsame Stoffwechsel machen die Galloways besonders widerstandsfähig. Deshalb können sie ohne Probleme auch harte Winter im Freien überstehen.

Die gemütlichen Wiederkäuer

Galloways sind eine dominant hornlose Fleischrinderrasse. Sie sind grundsätzlich sehr friedfertig und gutmütig. Sie sind aber auch sehr wachsam und haben einen engen Bezug zu ihrer Herde und zu ihrem Betreuer. Galloway-Kühe verfügen über einen deutlich höher ausgeprägten Beschützer- und Mutterinstinkt als das im Norden bekannte Schwarzfleckvieh. Sind also kleine Kälber in der Herde sollten fremde Personen, trotz Gutmütigkeit, lieber hinterm Zaun bleiben.

Die Landschaftsgärtner

Galloways werden vermehrt für die Landschaftspflege auf Stilllegungs- und Naturschutzflächen eingesetzt. Sie sind kleinwüchsig und leichter als unsere heimischen Rinderrassen, dadurch trampeln sie die Grasnarbe nicht kaputt und können auch auf weichen Moorlandschaften grasen. Ihre Genügsamkeit und Unkompliziertheit prädestiniert sie für diesen Einsatz. Sie sind nicht heikel und als Abwechslung stehen auch Brennessel, Disteln und  Sauerampfer auf ihrer Speisekarte.

Auch für eine Mischbeweidung auf Pferdekoppeln sind sie bestens geeignet. Die freudnlichen Tiere vertragen sich gut mit den Pferden und beide Tierarten profitieren von dieser Mischbeweidung durch eine optimale Weidepflege.